Marktbericht Bourtange 2014

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Bourtange: eine wundervolle Festungsanlage und ein tolles Szenario für einen Mittelaltermarkt. Die Vorfreude ist immer groß, wenn es hier her geht.
Nachdem wir erst nach einigen Rücksprachen unseren alten Lagerplatz – und somit unsere Auftrittsfläche – erhalten haben, konnten wir unser Lager mit immerhin 15 Personen aufbauen. Als erste Neuerung gab es am Abend nicht das obligatorische Grillen, sondern Timo schwang bereits am Freitag den Kochlöffel. Vermutlich war das ein Eigentor, denn wir waren alle sehr begeistert.
Im Vorfeld hatte wir schon erfahren, dass das Konzept des Marktes etwas geändert wird, was im allgemeinen positiv aufgenommen wurde und sich vor Ort auch als deutliche Verbesserung herausstellte. Für uns bedeutete das, dass wir zwar nur einmal am Tag unser Theaterstück aufführen konnten, dafür aber bei den anderen

Showeinlagen mit einbezogen wurden. Gerade das abendliche Konzept, überall auf der Bastion verteilt kleine mittelalterliche Schauplätze aufzumachen, die mit Impro-Theater bespielt wurden, kam bei uns und den anderen Heerlagern sehr gut an. Es war ein Heidenspaß und ich denke, das Publikum konnte auch begeistert werden.
Das schwierigste für uns war dabei, unsere vollgefressenen Kadaver von den Bänken zu heben, den Timo hatte den HAMMER ausgepackt: marinierten Putenbraten mit selbst gemachten Knödeln und Rotkraut; für die Vegetarier gefüllte Teigtaschen. Was für ein opulentes und göttliches Mal. Und als man dann schon kurz vor dem Platzen war, fiel einem ein, dass es ja auch noch einen Nachtisch gibt: Stefan hatte Johannisbeeren in Sahne-Biskuit vorbereitet. Da musste dann der zweite Magen geöffnet werden – es blieb nichts anderes übrig. Hier noch einmal Dank an alle, die beim Kochen geholfen haben!
Da es abends warm blieb, haben wir uns um ein paar Fackeln gesetzt (das Lagerfeuer wäre einfach zu heiß gewesen) und in einer schönen Runde Lieder gesungen. Es war also ein absolut gelungener Markttag.
Am Sonntag haben wir dann schon mittags unser Stück zum Besten gegeben. Es lief besser als am Samstag und unsere Inhaltsübersetzung ins Niederländische hat wohl auch dazu geführt, dass mehr Einheimische dem Stück folgen konnten.
Wir waren also auf dem Weg, einen perfekten Markt zu erleben, als ich mich bei der letzten Aktion der Burgerstürmung leider verletzt habe. Glücklicherweise war es nicht so schlimm, wie es im ersten Moment aussah, aber so etwas drückt leider immer die Stimmung. Offensichtlich fand der Wettergott das noch nicht ausreichend und schickte uns pünktlich zum Abbau einen satten Platzregen vorbei.
Aber wir wären nicht die Bundtschuhe, wenn wir uns von solchen Kleinigkeiten das Wochenende verhageln lassen würden. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf den nächsten Markt.
Carsten