Vesting Bourtange

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Ein ungewöhnliches Mittelalterwochenende in den Niederlanden

 

Festung Bourtange erbaut 1580 – 1593; größte Ausdehnung 1742; militärisch aufgegeben 1851; aber weiterhin bewohnt; 1960 fast vollständige Aufgabe; hauptsächliche Wiederherstellungsarbeiten 1964 – 1973.

 

Die Bundtschuhe waren länger nicht hier und daher bekamen wir einen neuen Lagerplatz zugewiesen. Dieser war ungewohnt neu, aber auch recht schön gelegen; ließ aber keinen Raum für Auftrittsfläche und Zuschauerplätze.

 

Durch die befremdliche Sommerhitze, die neue Anordnung der Zelte, das Weglassen der Feuerstelle sowie den Einbau einer ungewöhnlichen Sitzgelegenheit, war der Lageraufbau recht untypisch und schweißtreibend.

 

 

 

 

Nicht wie üblich war auch der Abend und das Essen. Aufgrund der langen Hitzeperiode war die Brandgefahr sehr hoch und in der Festung jegliches offene Feuer verboten. So wurde am ersten Abend nicht wie normalerweise über der Feuerstelle gegrillt, sondern direkt auf dem Tisch. Zwei mitgebrachte „Lotus-Grille“ erwiesen sich als gute Alternative. So mußte Niemand mit Tränen in den Augen allein am Feuer stehen. Alle konnten gemütlich am Tisch sitzen, da die Grille direkt auf diesem stehen konnten.


Aus verständlichen Gründen, aber auch bedauerlicherweise fiel das Lagerfeuer aus und die vielen Laternen konnte die 'Gemütlichkeit im Kreise einer Feuerschale' leider nicht ersetzten.

Am Samstag, bei gefühlten 40°C, hatten trotz ausfallendem Auftritt, die Bundtschuhe alle Hände voll zu tun: Heerlagerumzug, Unterstützung bei der Festungsverteidigung, kleine Darbietungen am Abend auf dem Marktplatz sowie Beistand bei der Marktwache.


Vor den 'Marktspielereien' wurde nach alter Bundschuh-Sitte der Göttin 'Dekadenzia' gehuldigt, mit einem vortrefflich wohlschmeckenden Gaumenschmaus; der diesmal aus tausend kalten Köstlichkeiten bestand.
Auch an diesem Abend kam durch das fehlende Lagerfeuer leider nicht wie üblicherweise eine behagliche Stimmung zum Singen auf und so nutzten Einige die Gelegenheit um etwas früher den süßen Träumen zu frönen.

 

 

Der Sonntag war (bis auf kleine ritterliche Verwirrungen) ruhiger und nur der Heerlagerumzug stand auf der Mitmachliste. So wurde der Markt mit seinen köstlichen Angeboten und sonstigen Verlockungen genossen.

 

Und dann hieß es auch schon wieder einpacken und von der Festung Abschied nehmen. Der Abbau war ähnlich unerwartet schweißtreibend wie der Aufbau, aber gegen 20.30Uhr war dann alles verstaut und bereit zur Fahrt nach Hause.

 

 

 

 

 

 

 

Zusammenfassend war es ein sehr ungewöhnliches, aber trotzdem schönes, entschleunigtes Wochenende ohne Verletzungen in den Niederlanden.