unsere Geschichte

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Die Geschichte der Heerlagers Bundtschuh.

Bundtschuh ist ein Freundeskreis, der sich für die Geschichte, insbesondere die des Mittelalters und der frühen Neuzeit, sprich Renaissance, interessiert. Praktisch besteht die Gruppe aus zwei wesentlichen Faktoren.

1. Der Gruppe Bundtschuh , die auf Veranstaltungen und Märkten auftritt und mitwirkt.
2. Der Fechtschule Magisterium, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Fechtkunst des Mittelalters und der Renaissance wieder zu beleben.

Während in der Gruppe Bundtschuh Schauspieler, Historiker, Handwerker und Fechter zusammenwirken um für Märkte und andere Veranstaltungen historisch korrekte Unterhaltung zu bieten - arbeitet die Fechtschule Magisterium national und international mit Fechtern, Meistern und Gruppen zusammen, um die Historische Fechtkunst weiter zu verbreiten.

Die Gruppe besteht aus 14 festen Mitgliedern, Männer wie Frauen und einer Reihe freier Mitwirkender. Durch die reichhaltige Requisite, eine große Anzahl an schaukampftauglichen Rüstungen und Waffen verschiedener Epochen, können Stücke vom frühen Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert angeboten werden. Das zentrale Interesse liegt jedoch in der Darstellung der Landsknechte der frühen Renaissance. Die Gruppe verfügt über ein komplettes Lager wie es wohl zur Zeit der Bauernkriege von Landsknechten genutzt wurde. Bundtschuh nimmt seit 1998 regelmäßig an großen Mittelalterveranstaltungen teil und hat auch Filmerfahrung gesammelt. Auch als ungewöhnliche Attraktion für private und geschäftliche Veranstaltungen sowie für Volksfeste und Themenabende in Diskotheken kann die Gruppe gebucht werden.
In regelmäßigen Trainings werden Techniken der verschiedenen historischen Fecht-Stile geübt und spektakuläre Choreographien einstudiert. Dem Zuschauer wird, neben Schauspiel mit Fechteinlagen, ein komplettes Lagerleben um 1530 geboten. In Form von Vorführungen und Showkämpfen versucht Bundtschuh den bewaffneten und unbewaffneten Kampf der historischen Fechtkunst realitätsnah darzustellen. Es wird unter dem bekannten Slowakischen Freifechtmeister Peter Koza, nach der überlieferten Deutschen- und Italienischen Schule geübt.

Hintergrund zum Namen Bundtschuh

Zum Begriff Bundtschuh

Der Begriff bezeichnet ursprünglich die Fußbekleidung der Bauern. Unter diesem Zeichen hatten Bauern und Bürger 1439 und 1443 sowie 1444 am Oberrhein die franz. Söldnertruppen des Grafen von Armagnac zurückgeschlagen. Unter dem Zeichen und Namen des Bundtschuhs gab es auch danach noch weitere Bauernbewegungen: 1450 in Ulm, 1469 im Hegau, 1493 in Schlettstadt, 1502 in Speyer, 1513 in Lehen/Breisgau, 1517 am Oberrhein Der Bundtschuh wurde zu einem weithin bekannten Symbol für die bäuerliche Bewegung in der Renaissance. Die Bundtschuhe von Speyer, Lehen und vom Oberrhein wurden alle von Joß Fritz geführt. Alle drei scheiterten durch Verrat. Joß Fritz konnte jedoch jedes Mal entkommen.

 

Zur Namenswahl

Den Namen Bundtschuh haben wir aus vielen Gründen für uns ausgewählt:
So spielt die Mehrzahl unserer Stücke in der Zeit der Bauernaufstände und des Bauernkrieges (1524/25). Außerdem stellen wir eine Landsknechtsrotte aus der Zeit der Bauernkriege dar und das Gebiet des Bauernkrieges war auch das Haupteinzugsgebiet der Landsknechtsrekrutierung und somit haben Landsknechte sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite gekämpft.